Ausstellung "Emil Kneiß" im Fressenden Haus

 

Plakat Ausstellung mit Bild, Bild, wonach Emil Kneiß als „Buzi-Maler“ bezeichnet wird.
Barabra v. Schnurbein
Ausstellung des Plakatmaler und Karikaturisten Emil Kneiß, einem Ur-Münchner, der von der Jahrhundertwende bis in die 1940er-Jahre in Bayern sehr präsent war, im Fressenden Haus in Weissenstein.

Hermann Kurz hat die Ausstellung zusammengestellt. Der aus Oberbayern stammende Grafenauer, pensionierter Lehrer, war als Stadtheimatpfleger in einem alten Exemplar des "Grafenauer Anzeigers" auf Karikaturen von Kneiß gestoßen, seine Sammelleidenschaft entflammte, und mittlerweile hat er die bei weitem größte Sammlung von Original-Werken des "Buzi-Malers" zusammengetragen.

Ab 1928 war Kneiß als Karikaturist beim "Bayerischen Zeitungsblock" tätig, hier kamen zu den typisch bayerischen Motiven auch politische Themen ins Spiel: Die Weltwirtschaftskrise, der Aufstieg der Nazis, die große Arbeitslosigkeit, die Schwächen der Weimarer Republik. So lässt Kneiß den Reichspräsidenten Hindenburg mal wieder "eine neue Zigarre probieren": Im Aschenbecher liegen "verraucht" die abgehalfterten Reichskanzler, der Diener bietet eine neue Auswahl, darunter auch ein gewisser Hitler. "Bis Ende 1940 gab es auch reichlich Karikaturen zum Krieg", hat Hermann Kurz beobachtet, "dann wurde das wohl untersagt". Und 1941 bekam der mitunter freche Zeichner Emil Kneiß Berufsverbot. Ab da wird es still um ihn, er zeichnet fast nur mehr privat. 1956 stirbt der "Buzi-Maler".

Zu sehen ist die Ausstellung bis 13. September 2020 täglich von 10:00 bis 16:30 Uhr, danach bis 08. November an Wochenenden und Feiertagen.

Förderverein Weißensteiner Burgkasten
„Rettet das fressende Haus“ e.V.
1.Vorsitzende Barbara von Schnurbein M.A.
Finkenried 4, 94209 Regen
Tel. 09921/2728