Der Pfingstl in der Gemeinde Bischofsmais

 

Der Pfingstl-Brauch in der Gemeinde Bischofsmais. Foto: Tourist-Information Bischofsmais.
Der Pfingstl-Brauch ist in vielen Orten des Landkreises Regen schon seit Jahren erloschen.

Nur noch die älteren Einwohner können sich an den langverhüllten Pfingstl erinnern, wie er vom „Weiser“ in Begleitung des „Geiers“ und einer Schar schellenbestückter Jungen durchs Dorf geführt wurde, dabei bei jedem Haus mit einem Spruch um Eier und einen Brocken Schmalz bat und unter dem Lärm der Schellen tanzte.

Nicht so in Bischofsmais, wo man dieses Brauchtum noch alljährlich am Pfingstmontag, dieses Jahr am 21.05.2018 ab 09:00 Uhr persönlich miterleben kann.

Allerdings wurde der althergebrachte Brauch inzwischen dahingehend geändert, daß der Pfingstl nicht mehr von der schellenbestückten Dorfjugend begleitet wird und daß statt Naturalien überwiegend Geldspenden für die Jugendarbeit des Trachtenvereins Hirmonstaler, der den Brauch aufrechterhält, gegeben werden.

Hintergrund der ganzen „Gaudi“ dürfte von früher her wohl die Freude des Waldlers über den anstehenden und fruchtbringenden Sommer gewesen sein. Die eingesammelten Naturalien in Form von Eiern und Schmalz wurden nach Beendigung des Treibens zu einem Gericht zubereitet und im Hirtenhaus oder Dorfwirtshaus verzehrt.

Der Pfingst-Spruch:
Kimmt da Pfingstl daher
ganz trugga und sper
das bitt´n um a Oa
da Pfingstl um zwoa
a Brogga Schmoiz wira Roßkopf
mia werma´s scho wieda begleicha
mit Trommel und Pfeiffa
mit singa und spuin
Pfingstl drah de – guggu!

Weitere Informationen erhalten Sie beim:
Vorstand des Trachtenvereins Hirmonstaler
Herr Josef Loibl, Tel. 09920 745