Das Waldmuseum im Zauberspiegel der Zwiesler Hexe

Knusper, knusper, knäuschen, wer hat das schönste Häuschen?

Wer sich in diesen Tagen dazu entschließt das Waldmuseum zu besichtigen, wird sich wie im Märchenwald fühlen. Museumsleiterin Stephanie Falkenstein gestaltete farbenfrohe Aufsteller rund um das Märchen „Hänsel und Gretel“, die von kleinen und großen Besuchern in der Wald- und Tierausstellung entdeckt werden können. Sie geben einen spannenden Einblick in die Entstehungsgeschichte des Hexenhauses, der Erfindung des Lebkuchens und erzählen auch, wie das Hexenhaus Einzug in die Weihnachtszeit erhielt.

Vorlage für das Lebkuchenhäuschen ist die Geschichte von „Hänsel und Gretel“. Doch die Geschichte, die im Waldmuseum erzählt wird, ist eine ganz andere, als die der Gebrüder Grimm. Die Kinder brauchen keine Angst mehr vor einer bösen, kinderfressenden Hexe zu haben, denn die „Zwiesler Waldhex“ ist in Wirklichkeit eine verzauberte Fee, die von aufmerksamen Kindern erlöst werden kann.

Die geplante Sonderausstellung in der „staad’n Zeit“ rund um das Hexenhaus hat viel mit Umwelterziehung zu tun. Ob klein oder groß, jeder kann sich aktiv einbinden. „Knusper, Knusper, Knäuschen, Wer hat das schönste Häuschen?“ Die Verfremdung dieses Satzes gibt die neue Richtung des Märchens an. Wer mitmachen möchte, kann zu Hause Lebkuchenhäuschen backen, basteln, töpfern oder Hexen bzw. Hexenmasken anfertigen, die im Rahmen einer Hexenhäuschen-Vernissage am Montag, den 5. Dezember 2022 präsentiert werden. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt, es darf in allen Formaten und Materialien gewerkelt werden. Und eines sei noch verraten: Besonders interessiert ist man im Waldmuseum an „Waldhäuschen“ aus Naturmaterialien.

Die originellsten und schönsten Häuschen werden in den Sparten: Gruppenarbeit Platz 1-3, Familienarbeit Platz 1-3 und Einzelarbeit Platz 1-3 von den Besuchern der Hexenhäuschen-Vernissage ausgewählt und am Faschingsdienstag bei einem rauschenden Hexenball mit Preisen durch die amtierenden Bürgermeister*innen persönlich prämiert.

Es werden aber ergänzend zur Geschichte des Lebkuchens und der Weihnachtsbäckerei auch volkskundliche, traditionelle Ausstellungsobjekte gesucht, wie zum Beispiel alte Backformen, Modeln, Lebkuchenrezepte und vieles mehr. Näheres erfahren Interessierte in einer Auftaktveranstaltung am Montag, 7. November 2022, im Waldmuseum. Ob Kind oder Kindgebliebene, jede/r ist herzlich eingeladen.

Die Vorstellung beginnt um 14 Uhr. Autorin Marita Haller hat das Märchen „Hänsel und Gretel“ in eine Zwiesler Variante umgeschrieben und wird diese schöne Geschichte zur Einstimmung den Besuchern vorlesen. Die Handlung ist folgende: Die Eltern von Hänsel und Gretel haben kein Geld mehr, um Brot zu kaufen. Im Traum hört die Mutter die Stimme eines mystischen Wesens, das Hilfe verspricht. Es ist keine böse Hexe, welche die Kinder in den Wald lockt, sondern eine als Hexe verzauberte gute Fee, die von umweltbewussten Kindern erlöst werden kann. Und natürlich gelingt es den Kindern die liebe Fee zu erlösen. Zum Dank erhalten sie von ihr ein wertvolles Geschenk. Das Märchenwesen lehrt sie, wie der Wald helfen kann, dass niemand Not leiden muss. Die Botschaft ist: Der Wald ist ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere – und auch für den Menschen.

Während die Kinder im Anschluss des Märchens Hexenhäuschen basteln sowie Hexentrunk und Lebkuchen genießen, erfahren sie auch spielerisch das Geheimnis des Waldes. Und es wird nicht bei einer Veranstaltung bleiben. Geplant sind weitere erlebnisreiche Waldhäuschen-Nachmittage, bis hinein in die Faschingszeit. Die Termine werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben. Ein Veranstaltungskalender ist in Vorbereitung und wird in Kindergärten, Schulen, über die Touristinfos und das Waldmuseum verteilt werden.


Weitere Informationen erhalten Sie hier:
Waldmuseum Zwiesel, Kirchplatz 3, 94227 Zwiesel, Tel.: 09922 / 503706; E-Mail: waldmuseum@zwiesel.de; Web: www.waldmuseum.zwiesel.de